top of page

Wie ich wurde, was ich bin: Mein Weg zur Kindermutmacherin (aka Familien-& Aromacoach)


An einem heißen Sommertag im August 1964 erblickte ich das Licht der Welt. Meine Mama erzählt mir immer, dass sie es vom Badesee gerade noch so in die Klinik geschafft hat. Vielleicht ist das der Grund warum ich die Sonne und das Wasser so sehr liebe. Ich hatte eine wundervolle, unbeschwerte Kindheit. Mit meinem großen Bruder, meiner kleinen Schwester, jeder Menge Haustieren, wuchs ich in einem Dorf mit vielen Kindern auf. Jeden Tag waren wir draußen, ob Sommer oder Winter. Wir durchstreiften das nahegelegenen Wäldchen, spielten auf der Straße Gummitwist. Immer wieder haben wir 'Theater' gespielt, haben Bühnen aufgebaut...als Kind war für mich ganz klar, ich werde Schauspielerin oder Sängerin. Auf der Bühne stehen, berühmt sein und Menschen begeistern.


1967: Kindergarten, eine lästige Einrichtung, die mich vom spielen abgehalten hat Als ich 3 war sollte ich dann in den Kindergarten gehen. Ich dachte erst 'wow' noch mehr Kinder und den ganzen Tag spielen. Leider war das für mich voll doof im Kindergarten und ich erinnere mich an die 'strenge' Kindergärtnerin. Oh nein - da wollte ich nicht jeden Tag hin. Ich habe zu Hause geweint und mich geweigert. Meine Mama hat es nicht über's Herz gebracht und so durfte ich zu Hause bleiben.



1970: Schule, jetzt war das nicht mehr so leicht, einfach zu Hause zu bleiben Da musste ich hin - da ich ein sogenannte 'Kann-Kind' war, wurde ich auch direkt mit 6 eingeschult. Ich war die 'Kleinste', 'Jüngste' und habe mich überhaupt nicht wohlgefühlt. Ende vom Lied war, dass ich die erste Klasse wiederholt habe. Ab jetzt ging es bergauf für mich.

Bis 1985: Immer noch Schule & meine erste große Liebe Wir hatten eine wundervolle Clique. Alle sind wir Mofa & Moped gefahren. Die Mädels wie die Jungs. Getroffen haben wir uns an einem alten Baumstamm hinter einem Tierpark. Manchmal fahre ich noch heute mit dem Fahrrad dort vorbei und habe jedesmal 'Flashbacks' ... so schön. Tja und in dieser Zeit habe ich mich zum ersten Mal verliebt. 3 Jahre ging unsere Beziehung und war und ist immer noch etwas ganz besonderes für mich.


1985 - 1990 Abi, Uni & Sonstiges Ich habe meinen Weg in der Schule gemacht - wenn auch nicht so schnell. Auch das hat sich für mich sehr wertvoll herausgestellt. Die letzten 3 Jahre im Wirtschaftsgymnasium habe ich meine beste Freundin kennengelernt. Wir waren Tag und Nacht zusammen. Nach dem Abi verbrachten wir Monate zusammen in Griechenland. Wieder zu Hause, habe ich angefangen zu studieren, habe wieder aufgehört. Nein zu dieser Zeit wusste ich absolut nicht, was ich werden wollte.

1990: Loslassen & losgehen Es war wirklich einfach nur toll, wie meine Eltern immer und immer wieder hinter meinen Entscheidungen standen. Sie haben immer gesagt, Du findest schon das Richtige für Dich und wirst Deinen Weg gehen. So schön. Ich glaube dadurch ist es mir auch erst sehr spät gelungen, mich von meinem Elternhaus zu lösen.

1990: Der 'gscheide' Job Mit 25 habe ich dann meinen Mann kennengelernt. Eigentlich kannten wir uns schon lange - waren immer Freunde. '1000 Mal berührt 1000 Mal ist nix passiert.' Ja das passt für uns. Mittlerweile hatte ich meinen Abschluss in der Tasche und einen 'gescheiten Job' in einem großen IT Konzern. Wow ich habe meine Arbeit geliebt. Ich habe den Spirit und die Kultur dieser Firma geliebt. Bis heute bin ich sehr dankbar, dass ich dabei sein durfte, wie diese ehemals kleine Firma zu einem Weltkonzern wurde...

1992: Ein großes Loch wird in mein Leben gerissen Alles schien gut zu laufen in meinem Leben. Dann wurde ein sehr wichtiger Mensch aus meinem Leben gerissen. Mein Papa - mein Ein und Alles.

Alles was ich wusste hatte ich von ihm gelernt. Was sollte ich nun machen. Erstmal musste ich gefühlt einfach nur stark sein und für alle da sein. Ich weiß bis heute nicht, was passiert wäre, hätte ich meinen Mann zu dieser Zeit nicht gehabt.

1994: Hochzeit Ein Jahr danach haben wir geheiratet. Beide hatten wir einen Job, tolle Freunde. Viele Reisen und Unternehmungen standen an. Auch das Haus, welches mein Papa angefangen hatte zu bauen, haben wir übernommen Mein Mann hat es liebevoll zu unserem Haus ausgebaut.


1994/2000: Ab jetzt dürfen die Kinder in unser Leben kommen- so der Wunsch. Für uns beide war klar - jetzt können die Kinder kommen. ich wollte immer eine große Familie. Wie das Leben so spielt bin und bin ich nicht schwanger geworden. 6 Jahre haben wir alles versucht - vergebens. Dann die Entscheidung, noch ein zweiter Hund und Auswandern nach Kreta. Alles war vorbereitet und als wir im Mai 2000 dann unsere Pläne verwirklicht hatten und gerade mal 2 Wochen auf Kreta waren, wurde ich schwanger.

2001: Mein kleines großes Wunder OMG ich war der glücklichste Mensch auf der ganzen Welt. Mein ganz persönliches Wunder. Meine Schwangerschaft habe ich in der Sonne am Meer mehr als genossen. Dann zurück nach Deutschland. Für mich war klar, dass ich wieder in meinen Job zurückgehe. Ein paar Monate nach der Geburt war es soweit - mir war so langweilig zu Hause. Unser Sohn war ein wundervoll entspanntes Kind. Mein Mann hat es geliebt zu Hause zu bleiben und so waren wir alle glücklich und zufrieden.



2002: Zurück im Job Am Anfang war alles toll und ich habe es gut meistern können. Dann wurden die Anforderungen immer höher - vor allem die am mich selbst. Nichts mehr ging mit Leichtigkeit. Allen Rollen wollte ich gerecht werden. Tolle Mama, erfolgreiche Business-Lady, gute Ehefrau, Tochter .... mich habe ich dabei total vergessen. Die Tage wurden immer anstrengender und stressiger. 2015 habe ich ein Selbstfindungs-Seminar (Search-Inside-Yourself) bei meinem Arbeitgeber gemacht und meine Reise zu mir begann.

2020 - Der Ausstieg 5 Jahre später und mehrer Ausbildungen weiter der Ausstieg mit einem großartigen Geschenk meines Arbeitgebers 🙏.

Ich hatte meine Vision gefunden. Ich bringe den Kleinsten der Gesellschaft das bei, was ich erst mit ca. 50 Jahren lernen durfte. Achtsamkeit, Selbstliebe und den Glauben an sich selbst... Zuerst habe ich mal geschaut, wie es um meinen Finanzen steht - kann ja nicht einfach so aussteigen. Ich habe ein tolles Mentoring bei Madame Moneypenny gemacht und war dann auch in Ihrem Podcast. Ich bekam danach so viele positive Rückmeldung und habe so tolle Frauen kennengelernt. Das hat mich beflügelt weiter zu gehen. Mein Motto war immer 'es ist nie zu spät'. Seit 2 Jahren bin ich nun selbstständig. Ich habe gekämpft und gestrampelt und wieder war es nicht leicht. Ich wollte - und habe - so viele Dinge gemacht und vielen Menschen geholfen. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst anfangen soll. Als Entspannungspädagogin wollte ich nur mit Kindern arbeiten. Was so alles zur Selbständigkeit dazugehört - Gründung, Steuer, Bürokram .... da hatte ich keine Lust und Energie dazu. Machen musste ich es trotzdem.

heute: Meine Berufung Nach einigen Achtsamkeit AGs, Stunden an Grundschulen und einem wundervollen Projekt - der Roadshow (hierzu mehr in einem eigenen Blog - habe ich festgestellt, dass es nicht die Kinder sind - die sind ok wie sie sind. Bei den Mamas und Papas darf man ansetzen, um das 'System Familie' zu unterstützen. Also eine Ausbildung zum Familiencoach bei der wundervollen Kira Liebmann gemacht. Die beste Entscheidung meines Lebens. Mittlerweile bin ich Teil der 'Akademie für Familiencoaching' und wir stärken Mamas, Papas, Lehrer und Kinder jeden Tag. Das mit dem alleine selbstständig sein, ist nicht mein Ding und ich bin so froh, dass ich wieder ein Team von wundervollen Menschen um mich habe. Wenn viele Menschen dieselbe Vision haben - Kindern & Jugendlichen den Weg in ein selbstbestimmtes & glückliches Leben zu zeigen - und dann auch noch zusammenarbeiten entsteht großartiges. Ich kann ehrlich sagen, jetzt mit 58 stehe ich auf der Bühne meines Lebens und bin glücklich und dankbar für alle Stationen die ich durchlaufen habe. Ach und was es mit dem Aroma-Coach und den Familien auf sich hat, erzähle ich Dir im nächsten Blog.



148 Ansichten2 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
bottom of page