Achtsamkeit mit Kindern

Aktualisiert: 18. Dez. 2021




In unserer schnelllebigen Zeit ist Achtsamkeit ein sehr wichtiges Thema auch bereits für unsere Kinder. Gerade die Kinder werden in sehr viele Dinge von uns Erwachsenen reingeschoben, bzw. 'müssen' funktionieren, wie wir uns das Vorstellen. Gefragt werden sie nicht und da Kinder immer (egal wie gut oder schlecht sie behandelt werden) ihren Eltern gefallen wollen, machen Sie den Stress mit. Sie müssen in der Schule funktionieren, mit einem Bewertungssystem, dass nichts, aber auch gar nichts über die kleinen Menschen aussagt. Sie 'müssen' ein Instrument lernen, weil das so wichtig für die musikalische Früherkennung ist. Sie müssen eine Sportart machen, weil das wichtig für die Gesundheit ist. Kennt Ihr das? So ging es mir bei der Erziehung meines Sohnes. Und warum? Weil ich so verunsichert war, weil ich mir Rat geholt habe von Menschen, um hier nichts 'falsch' zu machen. Auf meine Intuition habe ich am allerwenigsten gehört und habe auch oft gegen meine eigene Überzeugung gehandelt, weil das macht man ja so. Auch ich wollte nur das Beste für meinen Sohn und habe ich ihn gefragt, wie es ihm dabei geht? Nein, ich habe ihm beigebracht zu funktionieren und habe ihm Glaubenssätze von mir weitervermittelt, die Ich hatte und zum Glück für mich mittlerweile auflösen darf.

Da sich die Welt immer schneller zu drehen scheint und die Digitalisierung auch bei unseren Kleinsten schon einen hohen Stellenwert hat, finden die Kinder keine Ruhe mehr. Das Gefühl der Achtsamkeit und des Augenblicks ist verloren gegangen.

In meinen Happiness Kursen leite ich die Kids als Achtsamkeitstrainerin an. Ich leite sie spielerisch dazu an, wie sie Achtsamkeit in ihren Alltag übertragen können.


Hier noch einen kleine Geschichte zum Thema: 'schöne Momente sammeln'


Das rosa Tütchen

Als ich eines Tages traurig durch den Park schlenderte und mich auf einer Parkbank niederließ, um über alles nachzudenken was in meinem Leben schief läuft, setzte sich ein fröhliches kleines Mädchen zu mir. Sie spürte meine Stimmung und fragte: "Warum bist du so traurig?"

"Ach" sagte ich "ich habe keine Freude im Leben. Alle sind gegen mich. Alles läuft schief. Ich habe kein Glück und ich weiß nicht, wie es weitergehen soll".

"Hmmm", meinte das Mädchen. "Wo hast du denn Dein rosa Tütchen?

Zeig es mir mal. Ich möchte da mal hineinschauen."

"Was für ein rosa Tütchen?" fragte ich sie verwundert.

"Ich habe nur ein schwarzes Tütchen."

Wortlos reichte ich es ihr.

Vorsichtig öffnet sie mit ihren zarten kleinen Fingern den Verschluss und sah in mein schwarzes Tütchen hinein. Ich bemerkte, wie sie erschrak.

"Es ist ja voller Alpträume, voller Unglück und voller schlimmer Erlebnisse!"

"Was soll ich machen? Es ist eben so. Daran kann ich doch nichts ändern."

"Hier nimm," meinte das Mädchen und reichte mir ein rosa Tütchen.

"Sieh hinein!"

Mit etwas zitternden Händen öffnete ich das rosa Tütchen und konnte sehen, dass es voll war mit Erinnerungen an schöne Momente des Lebens. Und das, obwohl das Mädchen noch jung an Menschenjahren war.

"Wo ist Dein schwarzes Tütchen?" fragte ich neugierig.

"Das werfe ich jede Woche in den Müll und kümmere mich nicht weiter darum", sagte sie.

"Für mich ist es wichtig, mein rosa Tütchen im Laufe des Lebens voll zu bekommen. Da stopfe ich soviel wie möglich hinein. Und immer wenn ich Lust dazu habe oder ich beginne traurig zu werden, dann öffne ich mein rosa Tütchen und schaue hinein. Dann geht es mir sofort besser."

Noch während ich verwundert über ihre Worte nachdachte, gab sie mir einen Kuss auf die Wange und war verschwunden.

Neben mir auf der Bank lag ein rosa Tütchen. Ich öffnete es zaghaft und warf einen Blick hinein. Es war fast leer, bis auf einen kleinen zärtlichen Kuss, den ich von einem kleinen Mädchen auf einer Parkbank erhalten hatte. Bei dem Gedanken daran musste ich schmunzeln und mir wurde warm ums Herz.

Glücklich machte ich mich auf den Heimweg, nicht vergessend, am nächsten Papierkorb mich meines schwarzen Tütchens zu entledigen.

Verfasser unbekannt

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